Der Galgenberg

Der Galgenberg, das Domizil unseres Vereines

Der Schalkauer Georgsberg, im Volksmund schlichtweg Galgenberg genannt, ist schon seit geraumer Zeit der Hausberg der Schalkauer. Obwohl dort nachweislich nie ein Galgen stand oder eine Hinrichtung stattgefunden hat, ist es bis heute beim Namen Galgenberg geblieben. Bereits aus dem Jahre 1933/1934 sind Bilder überliefert, daß von Schalkauer Heimatfreunden des damaligen „Thüringerwald-Vereines“ auf dem Gipfel des Berges eine Schutzhütte, die einiges kleiner war als die jetzige „alte Hütte“, unterhalten wurde. Neben dieser Hütte wurden schon damals Wanderwege markiert und auch entsprechende Sitzgruppen geschaffen. Die erstmalige Anpflanzung des symbolischen Buchstabens „G“ aus Fichten. datiert aus der Zeit um 1900. Auch dieses „G“ wurde von Schalkauer Heimatfreunden mit gepflegt. Im Jahr 1945 löste sich der „Thüringerwald-Verein“ in Schalkau mangels Mitglieder auf. Mit der Gründung der Ortsgruppe des damaligen Kulturbundes der DDR im Jahre 1953, wurde das Ganze dann wieder belebt. Auch unter dem Aspekt, ein Ausflugsziel für die damals noch reichlich vorhandenen Urlauber in Schalkau, als auch für die Schalkauer selbst, zu schaffen, bzw. bereits vorhandenes wieder zu aktivieren, wurden unzählige Stunden investiert. Im Jahr 1954 wurde die alte, bereits oben genannte Schutzhütte, die inzwischen verfallen und nur noch als Fundament vorhanden war, durch die noch heute vorhandene „Blockhütte“ ersetzt. Über den wunderschönen Ausblick vom Galgenberg über Schalkau und die angrenzenden Ortschaften bis hinüber ins Coburger Land, wurden bereits zahlreiche Verse geschrieben und auch teilweise vertont und jeder, der diesen Anblick selbst gesehen hat, wird es aus voller Überzeugung bestätigen können, welch schönes Fleckchen Erde wir hier haben. Im Jahre 1984 wurde dann damit begonnen, die neue Galgenbergbaude zu errichten. Diese Baude sollte als Versammlungsraum für unsere Mitglieder dienen, aber auch für alle Schalkauer Bürger zugänglich sein. In den darauffolgenden Jahren wurden in schweißtreibender Arbeit eine Wasser- und eine Stromleitung auf den Berg gelegt. In Zusammenarbeit mit den Anliegern wurde so auch eine entsprechende Pumpstation errichtet, so daß letztlich alle Anlieger Anschluß an die Wasser- und auch Energieversorgung hatten. In den 70 iger Jahren wurde ein Weg quer über die Wiesen, am Steinbruch vorbei, zum Galgenberg geschoben, um somit die Zufahrt zu erleichtern. Mit Beginn der 80 iger Jahre wurde auch begonnen, neben dem traditionellen Galgenbergfest eine Männertagsveranstaltung auf dem Galgenberg durchzuführen. Nach der Wende galt es dann, sich neben den wichtigen Werterhaltungsmaßnahmen an den Bauden und auf dem Gelände, sich den neuen Gesetzeslagen anzupassen. Die Bauden waren zwar Eigentum des Vereines, nicht aber der Grund und Boden auf dem diese standen. So war es zunächst einmal notwendig für den Verein sich im Amtsgericht registrieren zu lassen und dann, mit dem Erlangen der juristischen Selbständigkeit, das Grundstück zu sichern. Nach langwierigen Verhandlungen konnte dann im Frühjahr 2000 das gesamte Gelände des Galgenberges vom Verein käuflich erworben werden. Bereits vorher war von den Vereinsmitgliedern begonnen worden, die alte Baude innen neu zu gestalten. Aus dieser Zeit stammt auch die Idee der Durchführung eines KB-Stammtisches. In den Monaten Mai bis Oktober wird am jeweils ersten Freitag im Monat ein sogenannter Stammtisch auf dem Galgenberg durchgeführt, zu dem sowohl die Vereinsmitglieder, als auch Gäste gerne gesehen sind. Ebenfalls seit dieser Zeit, kann die neue Baude auch von interessierten Bürgern gegen ein geringes Entgelt für Feierlichkeiten gemietet werden. Im Herbst 2002 wurde der Anbau eines Sanitärtracktes an die neue Baude fertig gestellt. Selbstverständlich werden weiterhin jedes Jahr unzählige Arbeitseinsätze durchgeführt, unter anderem wurde in den letzten 2 Jahren der Weg zum Galgenberg mit Betonplatten befestigt um die Zufahrt sicherer zu machen.

 

Uli Schmidt